Freitag, 29. Oktober 2010

Untitled.

Mitten im Leben, Familien im Brennpunkt & Co.

Was fasziniert uns so an den Doku-Soaps?

Gibt man jemanden das Stichwort „Mitten im Leben“, dann denkt er höchstwahrscheinlich zuerst an Mandy, die 18-jährige Mutter einer knapp 2 Jahre alten Tochter, die nicht weiß, ob nun Kevin oder Justin der Vater ihres Kindes ist. Natürlich kommt auch noch ihr Cousin Jason in Frage, der jedoch seit einem Jahr wegen Körperverletzung im Gefängnis sitzt. Fragt man Personen auf der Straße, ob sie eine derartige Sendung schon einmal gesehen haben, antworten sie instinktiv mit einem klaren Nein. Dahinter folgen meistens noch ein dickes Ausrufezeichen und ein ablehnender Gesichtsausdruck. Warum haben solche Sendungen dann so unverschämt gute Quoten? Sind diese etwa gefälscht? Ich denke nicht.

Wenn wir alle mal ehrlich wären, dann gäben wir zu, dass wir eine solche Fernsehsendung nicht nur ein Mal gesehen haben. Aber warum?

Was macht diese Doku-Soaps so attraktiv für uns?

Ich denke, die Antwort ist ganz einfach und logisch.

Egal was man gerade mal wieder verbockt hat an kleinen oder größeren Sachen. Egal, ob die langjährige Beziehung vor ein paar Tagen zu Ende gegangen ist. Wirklich komplett egal, ob man im Leben total versagt hat und jetzt vor einem riesigen Scherbenhaufen steht.

Man selbst ist immer, wirklich immer, besser dran als die Protagonisten aus Mitten im Leben & Co. Man kann also sagen, dass es eine Art Selbsttherapie ist. In solchen Momenten wird einem erst mal wieder bewusst, wie gut es einem eigentlich geht. Man tritt sich damit sozusagen in den Arsch. Eventuell kann diese eine Stunde Sendezeit besser sein als eine Stunde teure Therapie oder ein Abend in der Lieblingsbar, der mit einem schlimmen Kater am nächsten Morgen endet.

Sozusagen kann uns diese Stunde durchaus weiterbringen im Leben. Es ist nicht nur verschenkte Zeit. Zumindest nicht dann, wenn es einem danach wirklich besser geht. Das muss natürlich nicht so sein. Man kann dadurch auch noch tiefer in das Loch rutschen, da einem bewusst wird, wie schlimm es noch werden könnte. Meiner Meinung nach passiert das aber nur bei hartgesottenen Pessimisten.

Mitten im Leben ist also quasi ein alltäglicher Glücksbringer.

Denn wir sollten immer dran denken: Es wird uns jederzeit besser gehen als Mandy.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Von einer Stadt, die mich verzaubert hat.

Paris?
Rom?
New York?

Nein.
London!

Oh mein Gott, diese Stadt.
Rote Busse, Big Ben, London Eye, Oxford Street. Jaja, das denkt ihr jetzt.
Dachte ich auch.
Aber vielmehr ist es was anderes was mich an dieser Stadt verzaubert hat. Ich kann nicht mal genau sagen was. Es ist einfach alles.
Es sind diese wunderschönen Stadtteile mit wunderschönen Straßen, in denen wunderschöne Häuser stehen, die eigentlich gar nicht so schön sind und in denen wunderschöne Menschen leben. Die Stadt ist eigentlich gar nicht so schön. Sie hat Ecken und Kanten wie jede andere auch. Von Problembezirken kann auch sie sich nicht freisprechen.
Aber diese Stadt hat etwas, was andere nicht hat.
Sie vermittelt ein ganz besonderes Gefühl.
Diese Tube alleine. In ihr sitzen Leute veschiedener könnten sie nicht sein. Von hübschen, gutgekleideten Investment Bankern, die ihre Abendzeitung lesen, über junge Frauen, die morgens vor der Arbeit noch schnell einen Bagel essen und ihren Starbucksbecher in der Hand halten, bis hin zu alten indischen Frauen, die einen Sari tragen. Es ist alles vertreten.
Und Touristen, SO viele Touristen. Aus allen Ländern, einfach von überall auf der Welt. man hört so viele verschiedenen Sprachen.
Und diese Hektik den ganzen Tag, herrlich. Ständig Menschen, die zur Arbeit müssen oder einen wichtigen Termin haben und dich deswegen anrempeln, sich aber trotz Zeitmangel noch bei dir entschuldigen. Wunderbar, ehrlich.
Ich war grade mal eine Woche da und hab mich trotzdem schon fast heimisch gefühlt. Denkt man gar nicht von einer Großstadt.
Man muss nicht mal 15 Minuten mit der Tube fahren um in wunderschöne Parks zu gelangen, hach.
Was mich mit am meisten fasziniert hat sind die Menschen. So viele schöne und besondere Menschen habe ich noch nie auf einem Fleck gesehen.
In dieser Stadt muss man nicht darauf achten nicht aufzufallen. Man kann alles anziehen. Man wird nie schräg oder abschätzend angeschaut. Was für eine Wohltat. Ich achte in meinem Städtchen immer pinibel genau darauf, dass ich nicht auffalle. Doch dort war es ganz anders.

Ich muss unbedingt noch öfter in diese Stadt. Am besten jetzt sofort. Ich muss.
Länger als eine Woche und auch länger als 2.
Ich denke, ich möchte in London leben.
Nicht immer, aber schon für eine gewisse Zeit. Vielleicht sollte ich dort studieren oder ein Praktikum machen oder sonstwas.

Ich kann meine Stadt hier einfach nicht mehr sehen und bevor ich hier eingeh und unglücklich werde, versuche ich mein Glück doch lieber in der tollsten Stadt der Welt.
In London.

Samstag, 3. April 2010

Von unglaublichen Männern in der Ausnüchterungszelle.

Ha, die Überschrift. Es ist nicht so wie ihr denkt. Leider? Höchstwahrscheinlich.
Diese Geschichte ist langweilig. LANGWEILIG.

Ihr erinnert euch an den Typen vom verpassten Augenblick? Jaa, der ist an besagtem Abend noch in der Ausnüchterungszelle gelandet. Und ich ärger mich schon wieder, weil wir so verdammt früh gefahren sind. Argh.
Wie auch immer. Er ist auch jeden Fall total betrunken irgendwann von einem Taxifahrer bei der Polizei abgeliefert worden, weil er kein Geld hatte, da er bei der Bank war und dort den Pin 3 mal falsch eingegeben hat. Tja, Karte weg!

Ist es nicht oft so im Leben? Man macht irgendwas (nicht) und hinterher bereut man es. Wer sagt denn, dass nicht noch was tolles an diesem Abend passiert wäre?
Er hätte sturzbesoffen versucht die Treppe hochzugehen um aufs Klo zu gehen und ich hätte ihm geholfen, daraufhin hätte er sich bei mir mit einem ordentlichen Kuss bedankt. Okay, unwahrscheinlich. Aber nicht unmöglich.

Ich hab ein Video von ihm gesehen. Haha, das war wirklich zu süß, wie er noch versucht hat zu tanzen. Ohhhh, er ist heiß! Verdammt, warum lass ich mir sowas durch die Lappen gehen?

Im Endeffekt war es doch nicht so wie ich dachte. Ich fand es ehrlich gesagt ziemlich geil, wie er den Tequila fast alleine getrunken hat. (Liebe Kinder, Alkoholkonsum ist weder cool noch in irgendeiner Weise geil!) Man hat ihm nichts angemerkt, aber zum Ende hin war er anscheinend schon ziemlich voll. (Okay, okay. Ich nehme es zurück. In manchen Fällen, wie zum Beispiel in diesemhier, kann Alkoholkonsum durchaus rattenscharf sein, ohhhh)

Wie lange ich mich an sowas aufhalten kann, man könnte meinen ich hätte nen Schaden.
Fakt ist. Ich MUSS ihn wiedersehen.
(Btw: Er hat eine Freundin, haha! War doch klar, SO jemand kann nicht einfach single sein.)

Sonntag, 7. März 2010

Von verpassten Augenblicken.

Ich bin eine Stalkerin, ich gebs zu.

Ich sehe jemanden auf einem Konzert oder auf einer Party und er gefällt mir. Ansprechen trau ich mich nicht und warten darauf, dass er mich anspricht bringt auch nichts. Also was macht das dumme Mädchen von heute? Alles was man von ihm weiß beim Stalken anwenden und ihn früher oder später im Internet finden und Bilder von ihm zu haben um sie den Freundinnen zu zeigen. Das ist scheiße! Wirklich jetzt. Ich werde ihn vielleicht noch einmal wiedersehen. Vielleicht erst wieder in einem Jahr, vielleicht auch schon früher.
Den ganzen Abend habe ich ihn beobachtet und alles in mich aufgesogen, was mir die Leute über ihn erzählt haben.

Ich hab ich gar nicht das erste Mal gesehen, soso, gut zu wissen. Er macht Sport in einem bestimmten Sportzentrum in dieser Stadt, aha. Er geht noch zu Schule, was?! Er ist grad 18 geworden, Bitte Was?! Er hat grad zu dir rübergeguckt, oh Gott...

Zu später Stunde in dieser Nacht saß ich mit ihm und 3 oder 4 anderen Leuten an einem Tisch und wir haben den Tequila leergemacht. Wir haben auch den Berentzen leergemacht. Und den Wodka. Und den ErdbeerLimes. Naja, 4 leere Flaschen später war ich ziemlich angetrunken. Angesprochen habe ich ihn trotzdem nicht, die Hemmungen waren noch nicht verschwunden. Auf einmal guckt er mich an und sagt etwas zu mir und ich bring nichts weiter als ein langes "Ja" und ein debiles Grinsen raus. Oh man, Vollpfosten ole! Aber hey, er hat etwas zu mir gesagt. Ich konnt meine Augen nicht von ihm abwenden, mein lieber Scholli dieser Junge war aber auch sowasvon schön. Und diese Augen. Aber nicht meine Liga, tja so läufts halt. Als ich gehen musste, ja ich musste, weil wir einen stockbesoffenen mitgenommen haben, man, und wir uns verabschiedeten wars komisch. Irgendwie wusste ich nicht was ich machen sollte. Hand geben? Nein, das ist spackig. Umarmen? Ne, zu übertrieben, obwohl ich gerne gewusst hätte wie er riecht, ja das ist mir wichtig! Im Endeffekt bliebs dann bei einem Lächeln und einem "Tschüß, bis dann". Ob das besser war als die Hand geben? Äääääääääähm, NEIN!
Und was war kurz nachdem wir gegangen waren? Ich habs bereut. Bereut, bereut, bereut. Aber was hätte ich machen sollen? Ich muss ihn wiedersehen, einfach nur um zu gucken, ob er wirklich so unglaublich schön ist, wie ich ihn in Erinnerung habe. Ich hab ein Bild von ihm direkt in meinem Kopf abgespeichert und rausgehen wird es da vorerst nicht. Könnte ich gut zeichnen würde ich es wohl zu Papier bringen. Mal schauen, vielleicht versuch ich es nachher mal.

Im Endeffekt könnte ich mich mal wieder so richtig in den Arsch beißen. Yeah!

Freitag, 5. März 2010

Von einer völlig kaputten Freundschaft.

So, das wird mein erster richtiger Post, irgendwie bin ich nervös. Vielleichts wirds ja besser als ich denke.

Wo fange ich am besten an?
Sie fehlt mir nicht. Nicht besonders zumindest. Ich habe mich an die Situation gewöhnt, mich auf eine widerliche Weise angepasst. Von wem ich rede? Mh, wohl von meiner besten Freundin, ehemaligen besten Freundin, whatever. Aber sie fehlt mir nicht, weil ich sie nicht mehr brauche. Ich brauche sie nicht mehr so wie ich sie früher gebraucht habe. Damals haben wir mehr als ein einfaches "Hallo" miteinander gesprochen. Der Verlierer in der ganzen Sache bin wohl ich? Wobei ich mich in irgendeiner Weise nicht so fühle. Ich dachte als Verlierer müsste man sich anders fühlen. Aber nun zu der eigentlichen Frage: Wie kann sie nur? Wie kann sie mit einem Jungen zusammen sein, der so langweilig ist, dass es schon fast wieder traurig ist. Wie kann sie seit Monaten nichts mehr mit ihren eigentlichen Freunden machen? Wie konnte sie sich verdammt noch mal so verändern? Ich kenne sie nicht mehr, glaube ich. Nicht so wie sie jetzt ist. Und ich weine schon wieder, weil ich das Gefühl habe, dass ihr das alles nichts ausmacht. Sie hat ja ihn. Aber irgendwann wird er nicht mehr da sein. In einem Jahr hat er die Schule fertig und dann wird er definitiv weg sein. Studieren höchstwahrscheinlich. Wo? Keine Ahnung. Er redet ja nicht mit mir, weil ich ja so ein schlimmer Mensch bin. Das ist so kindisch. Hätte ich nicht seinen Ausweis gesehen, dann würde ich ihm seine 17 Jahre nicht abkaufen. Was ist wenn er weg ist? Bin ich dann wieder gut genug? Wird sie mich dann wieder wollen? Werde ich sie dann noch wollen? Jaja, viele Fragen, keine Antwort. Früher haben wir alles zusammen gemacht. Ich konnte kaum einen Tag ohne sie auskommen, wir waren unzertrennlich. Aber wir haben uns wohl zu sehr auseinander gelebt. Traurig eigentlich. In zwei Jahren werde ich mit dir Schule fertig sein, was wird dann aus uns? Werden wir uns, wenn wir uns nicht wie jetzt zwangsweise in der Schule sehen, gar nicht mehr sehen? In meinem Zimmer steht ein Bild von uns beiden. Wir waren zusammen auf einem Konzert einer schwedischen Rockband, Mando Diao nennen sich die 5 Jungs. Das war vor ungefähr 4 Monaten. Wir sehen glücklich aus auf diesem Foto. Waren wir ja auch in diesem Moment, weil es kaum etwas besseres gibt als auf einem Konzert einer wahnsinnig guten Band zu sein und sich dort die Seele aus dem Leib zu singen. Ich hatte die Karten bei einem bekannten deutschen Radiosender gewonnen, wir hatten die Tickets gewonnen. Natürlich war es klar, dass ich sie mitnehme. Warum? Ich habe keinen blassen Schimmer. Vielleicht aus Gewohnheit. Oder einfach weil ich sie liebe, ja ich liebe sie. Sie war für mich wie eine Schwester. Ich vermisse sie nicht. Es ist okay momentan. Wie gesagt, ich habe mich an die Situation gewöhnt. So wie man sich an den Verlust eines Freundes eben gewöhnen kann. Ich habe viel mit ihr erlebt. Wir waren zwei mal zusammen im Urlaub, dieses Jahr sollte es das dritte mal werden. Aber wie könnte es anders sein wurde nichts draus. Sie ist abgesprungen, was auch sonst. Wieso? Gute Frage, die Antwort hätte ich selbst gerne. Wir haben noch 2 Kurse in der Schule zusammen. Und es ist komisch wenn sie neben mir sitzt, weil ich mich ihr einfach nicht mehr nah fühle. Wenn wir uns umarmen dann fühlt es sich fremd an und wenn wir reden ist es oberflächlich und kühl. Wir haben viel miteinander erlebt und ich hatte die Hoffnung, dass man alles noch retten könnte. Tja, falsch gedacht, wieder eine kleine Seifenblase geplatzt. Oh, die Wahrheit kann weh tun. Wie konnte ich so naiv sein und überhaupt hoffen? Vielleicht liegt es in der Natur des Menschen an Wunder zu glauben. Oder vielleicht bin ich einfach nur dumm. Ich vermisse sie dennoch nicht. Müsste ich nicht am Boden zerstört sein? Oder hatte ich einfach genug Zeit um mich an alles zu gewöhnen? Alles verändert sich um mich herum. Nur ich bleibe irgendwie gleich. Vielleicht sollte es ja so kommen und vielleicht ist es jetzt auch einfach besser so. Vielleicht.

Ich vermisse sie nicht. Und trotzdem weine ich. Und trotzdem wünsche ich mir, dass alles einfach wieder so wird wie es einmal war.

Guten Tag, eher Abend.

So, nun hats mich auch erwischt. Dies hier wird ein kleines Tagebuch meinerseits. Hier werde ich Impressionen meines Alltags und Dinge die mich beschäftigen niederschreiben. Vielleicht hilfts ja. Zu meiner Person möchte ich eigentlich gar nicht viel sagen. Ich bin ein Mädchen, ja. Und was für eins. Naja, ihr werdet es wahrscheinlich noch feststellen. Ich habe Fehler und Macken, ist normal denk ich. Das hier könnte auch alles ein wenig unzusammenhängend werden, wäre wahrscheinlich wieder ein Beweis für meine eigene Zerstreutheit. Nun denn, ich hoffe es gefällt.