Freitag, 5. März 2010

Von einer völlig kaputten Freundschaft.

So, das wird mein erster richtiger Post, irgendwie bin ich nervös. Vielleichts wirds ja besser als ich denke.

Wo fange ich am besten an?
Sie fehlt mir nicht. Nicht besonders zumindest. Ich habe mich an die Situation gewöhnt, mich auf eine widerliche Weise angepasst. Von wem ich rede? Mh, wohl von meiner besten Freundin, ehemaligen besten Freundin, whatever. Aber sie fehlt mir nicht, weil ich sie nicht mehr brauche. Ich brauche sie nicht mehr so wie ich sie früher gebraucht habe. Damals haben wir mehr als ein einfaches "Hallo" miteinander gesprochen. Der Verlierer in der ganzen Sache bin wohl ich? Wobei ich mich in irgendeiner Weise nicht so fühle. Ich dachte als Verlierer müsste man sich anders fühlen. Aber nun zu der eigentlichen Frage: Wie kann sie nur? Wie kann sie mit einem Jungen zusammen sein, der so langweilig ist, dass es schon fast wieder traurig ist. Wie kann sie seit Monaten nichts mehr mit ihren eigentlichen Freunden machen? Wie konnte sie sich verdammt noch mal so verändern? Ich kenne sie nicht mehr, glaube ich. Nicht so wie sie jetzt ist. Und ich weine schon wieder, weil ich das Gefühl habe, dass ihr das alles nichts ausmacht. Sie hat ja ihn. Aber irgendwann wird er nicht mehr da sein. In einem Jahr hat er die Schule fertig und dann wird er definitiv weg sein. Studieren höchstwahrscheinlich. Wo? Keine Ahnung. Er redet ja nicht mit mir, weil ich ja so ein schlimmer Mensch bin. Das ist so kindisch. Hätte ich nicht seinen Ausweis gesehen, dann würde ich ihm seine 17 Jahre nicht abkaufen. Was ist wenn er weg ist? Bin ich dann wieder gut genug? Wird sie mich dann wieder wollen? Werde ich sie dann noch wollen? Jaja, viele Fragen, keine Antwort. Früher haben wir alles zusammen gemacht. Ich konnte kaum einen Tag ohne sie auskommen, wir waren unzertrennlich. Aber wir haben uns wohl zu sehr auseinander gelebt. Traurig eigentlich. In zwei Jahren werde ich mit dir Schule fertig sein, was wird dann aus uns? Werden wir uns, wenn wir uns nicht wie jetzt zwangsweise in der Schule sehen, gar nicht mehr sehen? In meinem Zimmer steht ein Bild von uns beiden. Wir waren zusammen auf einem Konzert einer schwedischen Rockband, Mando Diao nennen sich die 5 Jungs. Das war vor ungefähr 4 Monaten. Wir sehen glücklich aus auf diesem Foto. Waren wir ja auch in diesem Moment, weil es kaum etwas besseres gibt als auf einem Konzert einer wahnsinnig guten Band zu sein und sich dort die Seele aus dem Leib zu singen. Ich hatte die Karten bei einem bekannten deutschen Radiosender gewonnen, wir hatten die Tickets gewonnen. Natürlich war es klar, dass ich sie mitnehme. Warum? Ich habe keinen blassen Schimmer. Vielleicht aus Gewohnheit. Oder einfach weil ich sie liebe, ja ich liebe sie. Sie war für mich wie eine Schwester. Ich vermisse sie nicht. Es ist okay momentan. Wie gesagt, ich habe mich an die Situation gewöhnt. So wie man sich an den Verlust eines Freundes eben gewöhnen kann. Ich habe viel mit ihr erlebt. Wir waren zwei mal zusammen im Urlaub, dieses Jahr sollte es das dritte mal werden. Aber wie könnte es anders sein wurde nichts draus. Sie ist abgesprungen, was auch sonst. Wieso? Gute Frage, die Antwort hätte ich selbst gerne. Wir haben noch 2 Kurse in der Schule zusammen. Und es ist komisch wenn sie neben mir sitzt, weil ich mich ihr einfach nicht mehr nah fühle. Wenn wir uns umarmen dann fühlt es sich fremd an und wenn wir reden ist es oberflächlich und kühl. Wir haben viel miteinander erlebt und ich hatte die Hoffnung, dass man alles noch retten könnte. Tja, falsch gedacht, wieder eine kleine Seifenblase geplatzt. Oh, die Wahrheit kann weh tun. Wie konnte ich so naiv sein und überhaupt hoffen? Vielleicht liegt es in der Natur des Menschen an Wunder zu glauben. Oder vielleicht bin ich einfach nur dumm. Ich vermisse sie dennoch nicht. Müsste ich nicht am Boden zerstört sein? Oder hatte ich einfach genug Zeit um mich an alles zu gewöhnen? Alles verändert sich um mich herum. Nur ich bleibe irgendwie gleich. Vielleicht sollte es ja so kommen und vielleicht ist es jetzt auch einfach besser so. Vielleicht.

Ich vermisse sie nicht. Und trotzdem weine ich. Und trotzdem wünsche ich mir, dass alles einfach wieder so wird wie es einmal war.

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